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Und täglich grüßt das Murmeltier…

Vom 15.01. – 17.01.2026 findet der Tierärztekongress in Leipzig statt. Am Samstag, dem 17.01.26 wird das Thema Tierführerschein diskutiert. Dieses Thema ist nicht neu. Der Deutsche Tierschutzbund fordert dies im Rahmen eines Heimtiergesetzes schon viele Jahre und auch ich habe damit den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags schon beschäftigt. Auf der Seite vom Thieme Verlag zum Tierärztekongress wird unter anderem gesagt:

„Hier einen weiteren Regulierungstatbestand mit einem enormen und auch kostentreibendem Verwaltungsaufwand einzuführen, ist politisch auch für eine ‚gute Sache‘ schwer vermittelbar“, sagt Hoffmann. Kosten entstünden weniger durch den einzelnen Sachkundekurs selbst. Teuer werde die Infrastruktur für eine verpflichtende Prüfung, die Kontrolle und Sanktionierung, so der Experte. Laut einer Studie des Zentralverbandes der Heimtierbranche müssten dafür über 10.000 Anschaffungen pro Tag erfasst und die Sachkunde der Halter*innen geprüft beziehungsweise kontrolliert werden.

https://tiermedizin.thieme.de/aktuelles/vet-news/detail/tierfuehrerschein-ein-kontroverses-thema-2235?utm_campaign=newsletterwhoosh-2026&utm_source=themen-nl&utm_medium=email&utm_content=26kzu8_26or6a_26o7q2

Wenn ich dann darüber nachdenke, dass ich vor 6 Jahren schon eine Petition zum Thema eingereicht habe, in der ich vorschlug, dass

  1. die Merkblätter der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V. die Grundlage für eine einheitliche Sachkundevermittlung bilden können
  2. diese Schulungen von Tierschützern innerhalb Vereinen, Tierheimen und auch Tierarztpraxen durchgeführt werden können. Diese Schulungen sollten 60 Minuten nicht überschreiten, tierartspezifisch abgehalten werden. Kosten von ca. 20 € könnten durch die zukünftigen Tierhalter getragen werden und die Teilnahme durch eine Bescheinigung bestätigt werden.

Das wäre gar kein verwaltungstechnischer Aufwand, hätte auch keinen Aufbau von Personal zur Folge. Es bräuchte nur eine entsprechende Verordnung, dass ohne eine Bestätigung der Sachkunde kein Tier mehr an jemanden verkauft werden dürfe. Dies müsste auch niemand kontrollieren. Tierheime und Vereine würden sowieso kein Tier ohne Nachweis herausgeben und verantwortungsvolle Züchter auch nicht. Einzig der „Schwarzmarkt“ bliebe, aber ich bin mir fast sicher, dass die schwarzen Schafe einer nach dem anderen von der Bildfläche verschwindet.

Aber, mein Einlass wurde abgebügelt. Mit einer Begründung, die ich hier hochlade und zur Verfügung stelle, neben meiner Petition an sich und meiner Recherche, die mich einiges an Zeit gekostet hat.

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2020/_11/_16/Petition_118045.html

Es ist beschämend, was man mir für eine Antwort gegeben hat. Es schien mir, als hätten die Leute nicht gelesen oder nicht verstanden, was ich da eigentlich geschrieben habe. Und die Freiheitsrechte der Bürger werden nicht eingeschränkt, denn das Gesetz existiert ja schon in § 2 Tierschutzgesetz. Die Pflicht zur Sachkunde gibt es. Nur keine Möglichkeit, die zu erwerben udn sich bestätiigen zu lassen.

Dem Tierschutz wurde ein Bärendienst erwiesen. Und wir drehen uns im Kreis.

Und täglich grüßt das Murmeltier…

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